RONAIT OF INIS MEÁIN

Historie

Irland, 12. Jahrhundert:

 

 

Die Königsreiche Connaught, Munster und Leinster  sind die letzten noch frei  durch irische Clans regierten Königsreiche, nachdem 1169 die Anglo-Normannen begonnen haben, aus Britannien heraus ihr Herrschaftsgebiet über Irland auszudehnen. Die Clans werden entmachtet, die irische Kirche -  teils christianisiert, teils immer noch stark keltisch geprägt - wird unterdrückt und durch den Katholizismus ersetzt.  

Ronait O´Flaithbhertaight (O´Flaherty), eine der letzten keltischen Heilerinnen und Hohepriesterinnen, muss ihre Heimat, die Insel Inis Meain (heute: Aran-Islands) in der Galway-Bucht verlassen, nachdem der König von Connaught aus dem Clan der O´Connors die Mitglieder des Clans O´Flaithbhertaigt aufgrund von langjährigen Thronstreitigkeiten verbannt hat. Den Angelsachsen entgegen ziehend flieht Ronait mit ihrem Gefolge über Cornwall auf den Kontinent in der Hoffnung, dass eines Tages die keltischen Clans die Angelsachsen aus dem Land vertrieben haben und der König von Connaught ihre Familie wieder in Gnade aufnehmen wird, denn viele der Männer ihres Clans haben sich Fürsten angeschlossen, die gegen die Anglo-Normannen das Land verteidigen.

 

Um nicht erkannt zu werden ändert sie ihren Namen in  „Ronait of Inis Meáin“. Auf ihren langen Wanderungen schließt sie sich zum Schutz vor Räubern, Raubrittern und marodierenden Banden immer wieder dem Gefolge von Rittern und Edelmännern an. Schnell verbreitet sich  in den Reihen der Ritter ihr guter Ruf als Heilerin und Ratgeberin an den Feuern der Großen und Mächtigen. Viel hat sie erlebt auf ihrer Reise, viel hat sie gesehen, was besser nicht gesehen werden sollte - so mancher Würdenträger, Fürst und auch Edeldame hört ihren Rat und ersucht um ihre Heilkunst. So ist sie nun ein immer gern gesehener Gast in der Gefolgschaft der Rittersleut´- doch das Geheimnis um ihre Herkunft kennen nur wenige Vertraute. Immer in der Hoffnung, eines Tages nach Irland und auf ihre geliebte Insel zurückkehren zu können wandert sie weiter und weiter, denn an einem Ort länger zu bleiben ist in diesen Zeiten viel zu gefährlich….. 



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